Änderungsanträge zum Haushaltsentwurf 2021 – Änderung der Elternbeitragssatzung // Mehr Schulsozialarbeiter erforderlich

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Soest fordert für den Haushaltsentwurf 2021 folgende Änderungsanträge im Bereich Jugendhilfe als Jahresziele:

Die Elternbeitragssatzung soll dahingehend überarbeitet werden, dass für die Kindertagesbetreuung keine Beiträge bis zu einem Jahreseinkommen von 37.000 € erhoben werden.

Die Satzung über die Elternbeiträge wurde vor einigen Jahren zuletzt geändert. Bislang sind Eltern bis zu einem Jahreseinkommen in Höhe von 31.000 Euro von der Beitragspflicht befreit.

Eine Anpassung bei der geforderten Stufe zur Beitragsbefreiung ist aus sozialpolitischen Gründen erforderlich. Familien mit geringen Einkommen müssen rasch entlastet werden. Diese Entlastung wird vor allem in der derzeitigen Corona-Pandemie und der finanziellen Auswirkungen bei vielen Familien dringend erforderlich. Deswegen ist eine Beitragsbefreiung für die Einkommensstufe 31T Euro bis 37T Euro auch jetzt dringend erforderlich.

Ferner soll an jeder Schule ein/e Schulsozialarbeiter/in mit einer halben Stelle beschäftigt sein.

Bislang weisen nur eine Grundschule und die Gesamtschule jeweils eine feste Stelle für eine/n Schulsozialarbeiter/in auf. Eine Stelle wird nämlich durch einen Träger finanziert und die andere Schulsozialarbeitstelle wurde aus einer Lehrerstelle umgewandelt. Die übrigen 12 Schulen in Soest müssen sich 2,5 Schulsozialarbeiter/innen teilen.

2,5 Stellen für 12 Schulen sind im alltäglichen Schulleben viel zu wenig!

Jede Soester Schule soll eine halbe Stelle für Schulsozialarbeit erhalten. Die Schulsozialarbeiter/innen übernehmen innerhalb der Schulen wichtige Aufgaben, um den Schülerinnen und Schülern bei ihren individuellen Problemen zu helfen. Diese Aufgaben können nicht von dem Lehrpersonal übernommen werden, da es die Kapazitäten der Lehrkräfte eindeutig übersteigt. Außerdem ist es für eine kontinuierliche Begleitung der Schülerinnen und Schüler erforderlich, dass sich die Schülerinnen und Schüler bei persönlichen Problemen innerhalb ihrer Schule an eine objektiven und neutralen Person wenden können, die sie auch kennen und zu denen sie Vertrauen aufbauen können.

In Anbetracht der momentanen Corona-Pandemie haben etliche Familien weitreichende finanzielle Probleme. Wenn der übliche Schulbetrieb wieder aufgenommen werden kann, bedürfen viele Schülerinnen und Schüler Unterstützung bei ihren individuellen Konflikten. Wir müssen also dringend in diesem Jahr die Stellen für die Schulsozialarbeiter ausbauen. Denn kein Kind sollte mit seinen Problemen allein in der Schule sein!

Außerdem verlangen wir in der Veranstaltungsreihe im Rahmen des jährlichen Jugendforums, dass Populismus und die Erinnerungskultur aufgegriffen werden sollen.